Amman, Stadt der Treppen: mit so etwas war eigentlich zu rechnen, wenn eine Stadt (wie Rom) auf sieben Huegeln errichtet wird. Entsprechend groggy waren wir nach ausgiebigem Erkunden der Gegend zu Fuss bei etwa 30 Grad im Schatten.

Das ist eigentlich auch schon der einzige Stress, den wir bis jetzt hatten. Na gut, das Flugzeug musste erst repariert werden, aber das zaehlt wohl kaum.

Die Jordanier haben uns bis jetzt angenehm ueberrascht: es ist sehr entspannt hier, man kann sich als Auslaender vollkommen sicher und unbelaestigt bewegen, und wenn man mal irgendein Problem hat, stehen sofort zwei, drei Leute neben einem und versuchen zu helfen. Auf der Negativseite steht fuer uns, dass es sehr viel Dreck gibt (was sich hoffentlich weiter draussen auf dem Land aendern wird) und es teilweise schwierig ist, abends ein nettes Restaurant zu finden, in dem man auch mal einfach nur abhaengen kann. Wir haben den Eindruck, dass die Einheimischen zum Schlemmen und Geniessen eher nach Hause gehen, waehrend in den Restaurants eher schnell alles in sich reingeschaufelt wird. Ach ja, und wir haben bis jetzt noch kein Restaurant gesehen, in dem es Alkohol gegeben haette. Aber alles halb so wild, dann gehen wir eben abends in den Souk und essen auf der Strasse, koestlich!

Die erste Kultur haben wir auch schon hinter uns: das Roemische Imperium hatte sich natuerlich auch hier breit gemacht (Amman war das alte Philadelphia), und so haben wir uns unsere Ueberdosis Saeulen, Mauerreste und Amphitheater abgeholt, besonders heute bei unserem Ausflug nach Jerash (Gerasa).

In den naechsten Tagen werden wir uns in Richtung Sueden vorarbeiten. Neben dem Toten Meer, dem Roten Meer und dem Wadi Rum (Lawrence von Arabien laesst gruessen) freuen wir uns besonders auf Petra. Wer sich jetzt fragt, wer Petra ist, sollte in ein paar Tagen noch mal reinschauen.Wink

Gerade habe ich mir mal die Statistiken für Weltreise-Info angesehen. Ist immer interessant, unter welchen Suchbegriffen die Website bei G*****e gefunden wird. Auf Platz 1, nicht überraschend: "weltreise". Auch danach die üblichen Verdächtigen wie z.B. "packliste", "round the world ticket" oder "beste reisezeit südostasien".

Aber dann, ziemlich weit unten, wird es langsam lustig. "dick hemd über hose". Ok, darunter kann ich mir noch was vorstellen. Aber was genau hat derjenige (ich nehme mal an, dass es ein Mann war) erwartet, der nach "vagina selbst basteln" gesucht hat und dann auch noch die Seite Waschzeug tatsächlich angeklickt hat???

Natürlich finden sich diese Begriffe auf der Seite, weil ich dort über meine kleine Nivea-CremeSeifendose und über den (zu unrecht wenig bekannten) Mooncup schreibe. Aber ich hoffe doch, dass meine Website durchgängig jugendfrei ist. Wink

Demjenigen, der das oben erwähnte Bastelprojekt vor hat, kann ich nur den Rat geben, das fertige Ergebnis nicht mit auf die Weltreise zu nehmen. Ich stelle mir gerade das Gesicht des Zollbeamten vor, wenn er beim Wühlen im Rucksack mit der Hand... naja, lassen wir das.

Allen, die mit ihren Links dafür gesorgt haben, dass Weltreise-Info unter dem Begriff "weltreise" weit vorne auftaucht, möchte ich an dieser Stelle herzlich danken. Keep the links coming!

Euer Karoshi

Tja, jetzt haben wir den Schlamassel: am Dienstag geht es los nach Amman, und im Moment ist unser größtes Problem, wie wir zum Flughafen nach Frankfurt kommen. Die GDL hat gesagt, dass bis einschließlich Dienstag unangekündigte Streiks stattfinden werden. (Ähm...damit sind sie doch nicht mehr unangekündigt?!?). Ok, es soll nur den Nah- und Regionalverkehr betreffen. Aber was machen wir, wenn ein wildgewordener Lokführer seinen Regionalexpress genau auf dem Gleis abstellt, auf dem wir mit unserem IC durch wollen? Ein Taxi nach Frankfurt kostet ein Vermögen, und finde mal mitten in der Woche jemand, der Dich hinbringt! Hätte ich auch nicht gedacht, dass Reisen in Deutschland schwieriger erscheint als Reisen in Jordanien.

Wahrscheinlich ist am Ende alles halb so wild, aber im Moment machen wir uns schon Gedanken: wie lange können wir warten, wenn der Zug Verspätung hat? Wie lange brauchen wir mit dem Auto, und vor allem: wo parken wir dann? (Die Parkhäuser am Airport werden ja bei einem Bahnstreik auch überquellen, zumal die ganzen Leute, die sonst weiter weg parken und mit der S-Bahn reinfahren, ja diesmal bis vor die Tür fahren werden.) Unsere Horrorvorstellung schlechthin ist aber, stundenlang  auf freier Strecke zu stehen und zu wissen: jetzt geht gerade unser Flieger. Echt lustig, und alles nur, weil Hartmut und die Pappnasen von der GDL lieber vor Gericht ziehen als zu verhandeln.

Da bin ich mal gespannt, ob der nächste Blogeintrag aus Jordanien kommt oder aus Deutschland...

Dieser Artkel ist dem klassischen Backpacker-Frühstück gewidmet: Bananenpfannkuchen. Neben dem "Best of Bob Marley"-Album ist diese kulinarische Sensation die zweite Sache, die den Backpacker rund um die Welt verfolgt. Wo immer man auch hin kommt, der Banana Pancake ist schon da.

Warum ist das so? Nun, zunächst einmal ist er unglaublich praktisch. Von allen "westlichen" Frühstücksvarianten ist er am leichtesten verfügbar. Frisches Brot, Milchprodukte oder Wurst sind oft nicht einfach zu bekommen. Dagegen kann man selbst in der kleinsten Hütte am abgelegensten Tropenstrand, weit entfernt vom nächsten Kühlschrank, gefahrlos Bananen, Eier und eine Backmischung lagern.

Aber viel wichtiger ist: er erfüllt  (weiter)

Stellt Euch vor, Lissabon wäre eine Insel. Nicht groß, vielleicht gute 20 Kilometer im Durchmesser und nur von knapp 4000 Menschen bewohnt. Diese Insel liegt in einem großen Ozean, und weit und breit befindet sich nichts als Wasser. Der nächste Kontinent begint ungefähr in Tel Aviv. Im Westen liegt noch eine andere Insel, nur 2000 Kilometer entfernt, aber man kommt nicht hin. Wozu auch, schließlich wohnen dort nur... lasst uns mal schnell nachzählen... 45 Menschen. Man kann also sagen, dass Lissabon ein sehr einsam gelegener Ort wäre.  (weiter)

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